Die Pubertät beim Hund

Pubertät beim Hund
Die Pubertät beim Hund hat viele Facetten: Mal völlig überdreht und albern, mal ängstlich oder aggressiv. Dein Hund weiß im Grunde gerade selber nicht, wo ihm der Kopf steht.

So wie jedes Menschenkind, so kommt auch jeder Hund irgendwann einmal in die Pubertät. Je nach Größe und Rasse ist das mit 6 bis 12 Monaten der Fall, spätestens aber mit Einsetzen der Geschlechtsreife.

Dies ist der Zeitpunkt, an dem sich dein vorwitziger Junghund endgültig in einen unzurechnungsfähigen Halbstarken verwandeln wird. Vorbei die Zeiten, in denen dein süßer Welpe sich von jedem ausnahmslos hat streicheln lassen. In denen er völlig unvoreingenommen durch die Welt gestiefelt ist und nichts Böses kannte. Es ist die Hochphase der „Spooky Periods“. Plötzlich ist alles tod-gruselig und hinter jeder Ecke lauern potentielle Gefahren. Das Gehirn deines Hundes wird sozusagen komplett resettet. Was gestern noch problemlos möglich war (auf der Straße an fremden Menschen vorbeigehen oder fremden Hunden unvoreingenommen begegnen) ist plötzlich undenkbar.

Es ist die Zeit, in der dein Hund seinen ersten Konflikt haben wird. Gerade unter Rüden kann dann schon mal ordentlich die Post abgehen. Denn nicht nur bei deinem Hund sprießen die Hormone, auch andere Hunde reagieren nun ganz anders auf deinen kleinen Wichtigtuer. Da sind die ersten Kommentkämpfe vorprogrammiert.

Alles, was du bisher mit deinem Hund erreicht hast, scheint komplett über den Haufen geworfen zu sein. In vielen Texten über die Pubertät beim Hund wird davon erzählt, dass sämtliche Kommandos, die der Hund bis dahin eigentlich schon ordentlich und recht zuverlässig befolgt hat, plötzlich überhaupt nicht mehr funktionieren. Ein Paradebeispiel ist wahrscheinlich der Rückruf. Klar, dein Pubertier hat ja plötzlich auch ganz andere Reize zu verarbeiten und wird von so vielen verlockenden Düften abgelenkt, da kann einem das brüllende Herrchen oder Frauchen am anderen Ende des Feldes schon einmal recht egal sein.

Es ist die große Zeit des Austestens. Wie weit kann ich gehen? Bleiben meine Menschen tatsächlich konsequent, oder muss ich einfach nur lang genug rumnerven bis ich bekomme, was ich möchte? Heißt „Nein“ wirklich „Nein“? Und was wollen die denn machen, wenn ich nicht zurückkomme, wenn sie mich rufen?

Bei aller Aufmüpfigkeit ist es aber auch die Zeit, in denen dein Hund Phasen größter Unsicherheit durchlebt, so genannte Spooky Periods. Nicht alle unerwünschten Verhaltensweisen haben also zwingend etwas mit Grenzenaustesten oder Aufmüpfigkeit zu tun!

Leider ist das etwas, dass man in seinem täglichen Kampf um Respekt und Gehorsam häufig völlig übersieht. Dass sein Pubertier neben all der Strenge und Konsequenz vor allem eins braucht: Halt! Stell dir vor, du wirst überrannt von neuen und unbekannten Eindrücken, fühlst dich völlig überfordert und hilflos. In deiner Hilflosigkeit benimmst du dich unangebracht, reagierst über. Wenn du dann von deiner Bezugsperson nur Druck und Bestrafung zu erwarten hast, ist das eine ziemlich ausweglose Situation, oder? Das wird dir nicht helfen, deine Unsicherheit zu überwinden, geschweige denn zu lernen, wie du dich stattdessen verhalten solltest.

Deine Verantwortung als „Erziehungsberechtigte/r“ eines pubertierenden Hundes besteht also darin, deinem Hund eine klare Linie vorzugeben. Gerade jetzt braucht er feste Regeln und Grenzen, innerhalb deren er sich bewegen kann. Und zwar nicht etwa, um ihn „klein zu halten“, sondern vielmehr, um ihm Sicherheit zu geben. Feste Rituale helfen, Abläufe zu schaffen, auf die sich dein Hund verlassen kann. Es wird ihn von der Verantwortung befreien, Situationen selber regeln zu müssen. Denn damit ist ein unsicherer oder größenwahnsinniger Halbstarker definitiv überfordert.

Unglücklicherweise raten auch heute noch viele Hundetrainer dazu, gerade in der „Rüpelphase“ überwiegend Unterordnungs- und Gehorsamstrainings zu absolvieren. Der Halbstarke soll sich nicht einbilden, plötzlich das Sagen zu haben.
Ich bin da etwas skeptisch. Natürlich ist es wichtig, dass du mit deinem Hund arbeitest und er die elementaren Kommandos wie Fuß, Sitz, Bleib und Hier beherrscht. Ich bin allerdings absolut kein Freund davon, Trainings und Situationen um jeden Preis durchzuziehen, weil man

  • auf keinen Fall nachgeben darf und
  • der Hund das ja lernen MUSS!

Gerade Hunde in der Blüte ihrer Pubertät sind oftmals so überfordert mit allem, dass so manches Training schlichtweg keinen Sinn macht, weil auf diese Art kein positiver Lernerfolg möglich ist.

Dann sind Geduld und Einfühlungsvermögen gefragt. Und ein gutes Gespür dafür, welche Situationen für deinen Hund zu bewältigen sind und welche nicht. Blindes, stoisches „Üben“ kann sogar mehr Schaden anrichten, als es Nutzen hat: Indem du deinen unsicheren Hund immer wieder Siuationen aussetzt, die er in deinen Augen (oder in den Augen deines Hundetrainers) nunmal aushalten MUSS, zerstörst du auf lange Sicht sein Vertrauen in dich. Dein Hund macht immer wieder die Erfahrung, dass er sich nicht auf dich verlassen kann und wird so erst recht Methoden und Verhaltensweisen entwickeln, die er für angebracht hält, euch beide vor Schlimmerem zu bewahren. Denn schließlich verhälst du dich aus der Sicht deines Hundes schlichtweg lebensmüde und bist nicht in der Lage, den Ernst der Situation zu erkennen. Das kann zu einem fiesen Kreislauf werden.

Wichtig ist es, diesen Kreislauf zu durchbrechen und sich als Team statt als Gegner zu verstehen. Statt deinen Hund also immer wieder für sein Fehlverhalten zu bestrafen, gilt es, Situationen zu schaffen, in denen dein Hund auch die Chance hat, etwas richtig zu machen. Denn das kannst du dann wiederum belohnen und so positive Lernerfolge schaffen!

Ein Beispiel:

Du möchtest, dass dein Hund „vernünftig“ an anderen Hunden vorbeigeht, ohne an der Leine zu zerren, den Dicken zu markieren oder sich wie ein Berserker aufzuführen. All das hat als Welpe bzw. Junghund schon super funktioniert, aber nun, da sich dein Kleiner in einen vorwitzigen Halbstarken verwandelt hat, ist an entspannte Hundebegegnungen nicht mehr zu denken. Den eigenen Hund ständig solchen Situationen regelrecht auszuliefern und ihn dann zu maßregeln, wenn er sich unangebracht verhält, wird euch beide auf Dauer kein Stück weiterbringen.
Anstatt also deinem Hund ständig nur zu sagen, was er NICHT tun soll, fang an, ihm zu zeigen, was er STATTDESSEN tun soll. Sprich mit ihm, lenke seine Aufmerksamtkeit (mit Leckerchen oder einem Spielzeug) weg von der vermeintlichen Bedrohung hin zu dir, und zeige ihm durch dein entspanntes und souveränes Verhalten, dass er sich keine Sorgen zu machen braucht, weil du die Situation im Griff hast. Belohne ihn, wenn er statt auf Angriff zu gehen, Beschwichtigungssignale zeigt, indem er beispielsweise auf deine dem entgegenkommenden Hund abgewandten Seite wechselt. Zusätzlich solltest du mit ihm einen Bogen laufen, was wiederum als höfliche Annäherung unter Hunden verstanden wird und beiden Hunden die Möglichkeit bietet, in einem ausreichenden Abstand aneinander vorbeizulaufen. So bringst du deinem Hund ein angebrachtes Alternativverhalten bei, anstatt so lange nichts zu tun, bis dein Hund letztendlich die Nerven verliert und sich danebenbenimmt.

6 Tipps, die dir helfen werden, deinen Hund in dieser schwierigen Phase seines Lebens zu unterstützen

1.) Rituale und klare Abläufe schaffen

Wie in der Kindererziehung können auch in der Hundeerziehung feste Abläufe und Rituale helfen, Ruhe reinzubringen und Sicherheit zu geben. Zudem lernt dein Hund, sich an klare Regeln und Grenzen zu halten. Sinnvolle Rituale können sein:

  • Fütterungsritual:
    der Hund darf erst an sein Futter gehen, wenn du es freigibst, selbst wenn es direkt vor ihm steht; nach dem Essen wird nicht getobt, sondern Pause gemacht (Stichwort Magendrehung!)
  • Verhalten an der Haustür:
    • beim Verlassen des Hauses: du kontrollierst den Garten/die Auffahrt/die Straße, während dein Hund ruhig im Hintergrund wartet; erst danach verlässt er mit dir zusammen das Haus/die Wohnung
    • bei Besuch: nicht der Hund begrüßt oder überprüft den Besuch als erster, sondern du; dem Hund wird am besten schon beim Klingeln ein fester Platz zugewiesen, den er erst verlassen darf, wenn du es ihm erlaubst
  • Aussteigen aus dem Auto:
    nicht der Hund entscheidet, wann er aus dem Auto springt, sondern du
2.) Ruhezeiten einhalten

Auch wenn dein Hund in diesem Alter unter Umständen sehr quirlig ist und manchmal vor lauter Energie nicht weiß, wohin mit sich, braucht er trotz alledem gerade jetzt viel Ruhe. Insbesondere wenn ihr eine Trainingseinheit oder einen nervenaufreibenden Spaziergang hinter euch habt, benötigt dein Hund anschließend Zeit, das alles zu verarbeiten. Hier gilt: Weniger ist oft mehr. Lieber mehrere kleinere Einheiten mit anschließenden Ruhephasen, als permanenter blinder Aktionismus, der letztendlich mehr stresst, als Lernerfolge bringt.

3.) Verantwortung und Entscheidungen abnehmen

Viele Hundebesitzer glauben, ihre Hunde massiv in ihrer Bewegungsfreiheit einzuschränken, wenn sie ihnen verbieten, alleine im Garten zu sein oder als erstes das Haus bzw. die Wohnung zu verlassen. Tatsächlich nimmt man seinem Hund aber eine große Verantwortung ab, wenn man bestimmte Kontrollfunktionen ganz bewusst für sich beansprucht. Gerade bei unsicheren Hunden, die vehement auf „Störungen“ von außen reagieren, sollte man besonders auf solche vermeintlichen Kleinigkeiten achten, die dem Hund suggerieren, dass er für die Sicherheit seiner Familie verantwortlich ist.
Dies gilt außerhalb der eigenen vier Wände natürlich genauso! Auch hier sollte der Hund niemals der erste sein, der ein fremdes Terrain erkundet oder Passanten überprüft.

4.) Stresssituationen reduzieren

Wenn jeder Spaziergang durch die Nachbarschaft zum Spießrutenlauf wird, weil hinter jeder Ecke ein potentieller Rivale lauert, der Hund permanent Begegnungen mit fremden Menschen, Fahrradfahrern, spielenden Kindern oder ähnlichen für ihn stressigen Situationen hat, ist es wichtig, dafür zu sorgen, dass trotz allem auch entspannte Spaziergänge möglich sind.

Gerade in der Pubertät reagieren viele Hunde auf die alltäglichsten Situationen mit extremen Stress. Ihr Kortisolspiegel befindet sich permanent auf einem hohen Level. Das macht sie dünnhäutig und sehr leicht reizbar. Jeder noch so kleiner Auslöser erzeugt eine starke Reaktion.

In solchen Fällen kann ich dir nur raten, deinen Hund ins Auto zu packen und irgendwo hin zu fahren, wo ihr zwei Ruhe vor alledem habt. Wo ihr euch beide entspannen könnt und nicht die ganze Zeit in Hab-Acht-Stellung verbringen müsst. Erst dann habt ihr die Möglichkeit, euch auf positiver Ebene miteinander zu beschäftigen. Dort könnt ihr Suchspiele machen, die Grundkommandos trainieren und eure Beziehung festigen. Dein Hund hat die Chance runterzukommen, seinen Kortisol-Spiegel für eine kurze Zeit runterzufahren und tatsächlich einmal durchzuatmen.

Und auch du wirst die Gelegenheit haben, deinen Hund noch einmal von einer ganz anderen Seite zu erleben. Denn auch wir Hundehalter sind gestresst und genervt, wenn mit unserem Hund plötzlich kein normaler Spaziergang ohne Drama mehr möglich ist. Wir verlieren total aus den Augen, was wir an unserem Vierbeiner so lieben: seine Freundlichkeit, seine Verspieltheit, sein liebes Wesen. All das sehen wir natürlich nicht, wenn wir machtlos am Ende einer Leine hängen, während unser Hund alles dafür tut, dass man ihn für furchtbar gefährlich oder zumindest „nicht normal“ hält.

Statt sich auf die gemeinsamen Gassirunden zu freuen und ganz unbedarft an die Sache heranzugehen, beäugen wir unseren Vierbeiner kritisch und fragen uns, in welche unmögliche Situation er uns heute wohl bringen wird. Das ist zwar absolut verständlich, aber leider deinem Hund gegenüber furchtbar ungerecht. Denn schließlich verhält er sich ja nicht so, um dich vorzuführen. Indem du also von vornherein direkt das Schlimmste befürchtest, nimmst du ihm die Chance, sich für ihn schwierigen Situationen unvoreingenommen zu nähern. Denn letztendlich orientiert sich dein Hund an dir. Sieht er, dass du Stress hast, wird auch er mit Stress reagieren. Verhälst du dich aber entspannt (auch wenn du es in deinem Inneren vielleicht noch nicht 100%ig bist), wird auch dein Hund gelassener an die Situation herangehen.

Um sich diese Gelassenheit im Chaos des Alltags nicht nehmen zu lassen, sind diese Auszeiten unheimlich wichtig. Wenn ihr zwei während solcher Spaziergänge dann sogar Erfolgserlebnisse feiern könnt, sind das ganz wertvolle Erfahrungen, die euch als Team unheimlich festigen werden.

5.) Individualdistanz wahren

Jeder Hund hat seine ganz eigene Individualdistanz. Unser Hund hat aufgrund seiner Größe und seiner, nennen wir es mal „eingeschränkten Rangierbarkeit“, eine sehr große Individualdistanz. Die Folge: jeder Hund oder auch jeder fremde Mensch, der ihm komisch vorkommt, und seine Individualdistanz unterschreitet, wird rigoros ausgebellt.

Je unsicherer der Hund, je größer ist dieser Bereich. Einem erwachsenen, abgeklärten Tier macht es in in der Regel nichts aus, wenn auch fremde Menschen ganz nah an ihm vorbeigehen oder ihm vielleicht sogar die Hand entgegenstrecken. Einem pubertierenden Nervenbündel kann es schon zu viel sein, wenn jemand sich ihm auf 3 Meter nähert. Das ist kein Grund in Panik zu geraten. Denn: bleibt der Reiz auf Abstand, wird auch der Hund nicht reagieren. Es ist also wichtig, die Schmerzgrenze seines Hundes zu kennen und ihn auch hier nicht wider besseren Wissens in Situationen zu bringen, die er in seinem aktuellen Gemütszustand nicht bewältigen kann.

6.) Erfolgserlebnisse schaffen

Hunde lernen deutlich effektiver und nachhaltiger aus Erfolgen als aus negativen Erfahrungen. Wenn du deinem Hund also etwas beibringen möchtest, solltest du so kleinschrittig vorgehen, dass dein Hund in jedem Fall ein Erfolgserlebnis haben wird, das du positiv bestärken kannst. Es bringt nichts, den Hund nur permanent zu maßregeln, wenn er etwas falsch macht. Er versteht zwar, dass er das gezeigte Verhalten nicht zeigen soll, weiß aber trotzdem noch lange nicht, was stattdessen von ihm erwartet wird. In der nächsten Notsituation, wird dein Hund also höchstwahrscheinlich wieder falsch reagieren, denn

  1. weiß er ja nicht, was er stattdessen machen soll und
  2. du bist ihm keine Hilfe.

Im Gegenteil: Du bedrängst ihn noch zusätzlich! Auf Dauer wird er zu seiner Unsicherheit also auch noch Frust entwickeln, was den Umgang mit seiner individuellen Problematik nur noch verschlimmern wird!

Und nicht nur dein Hund wird frustriert sein. Auch du selber wirst mit jedem neuen Rückschlag weniger Vertrauen in deinen Hund haben und bald selber zusammenzucken, sobald du einen „gefährlichen Reiz“ auf euch zukommen siehst.

Das tückische an Vertrauen ist doch: Es dauert sehr lange, welches aufzubauen, aber manchmal nur Sekunden, um es zu zerstören!

Seid lieb zueinander! Die Pubertät kann ein Arschloch sein, deswegen ist es wichtig, dass ihr in dieser schwierigen Zeit zusammenhaltet und euch nicht auch noch gegenseitig fertig macht. Dein Hund braucht dich jetzt! Sei ihm eine Stütze und lass dich nicht von Menschen verunsichern, die dir weismachen wollen, dass du nur mit Härte und Dominanz an dein Ziel kommen wirst. Empathie ist der Schlüssel zum Erfolg!

3 Antworten

  1. Avatar Sophie sagt:

    Hallo Frau K.,
    danke für die nette Antwort und die Bestärkung. Ich habe gestern noch Stunden vor dem Computer verbracht und mir dank der Erwähnung in eurem Liebesbrief und anschließender Recherche direkt ein Buch von Mirjam Cordt bestellt und noch ein anderes von Katrien Lismont (die nach meinem ersten Eindruck ähnlich zu arbeiten scheint). Ich freue mich schon aufs Lesen, und vorallem auf die Umsetzung.
    Viel Spaß noch mit eurem großartigen Hund! Übrigens sind Landseer schon seit meiner Kindheit meine absoluten Lieblingshunde, von daher freue ich mich doppelt, dass ich euren Blog gefunden habe:)
    Liebe Grüße aus Köln

  2. Avatar Sophie sagt:

    Hallo Frau K. und Frau S.,
    ich bin bei meiner Recherche auf der Suche nach Ratschlägen zum Umgang mit unserer pubertierenden 14 Monate alten Collie-Mischlingshündin auf euren Artikel gestoßen. Es hat einfach SO, SO gutgetan, eure Erfahrungen und Tipps zu lesen! Man liest und hört unfassbar viele verschiedene Ansätze zu dem Thema, dass man gerade als Erst-Hundebesitzer schnell verunsichert ist, wie man denn nun z.B. am besten mit Themen wie Randalieren bei Hundebegegnungen umgeht.
    Eure Ratschläge entsprechen genau dem, was mein Bauchgefühl mir sagt (Alternativverhalten anbieten statt stumpf immer wieder unerwünschtes Verhalten zu maßregeln). Bei unerwünschtem Verhalten gibt es schon ein klares Nein von uns, aber nur um ihr direkt im Anschluss wieder eine Alternative anzubieten. Beiträge wie dieser geben mir auf jeden Fall Hoffnung und Kraft, diese nicht ganz so einfache Zeit mit Zuversicht durchzustehen und außerdem das schöne Gefühl, damit nicht alleine zu sein:) Danke dafür!

    • Frau K. Frau K. sagt:

      Liebe Sophie,
      vielen lieben Dank für deinen Kommentar! Das freut uns riesig, dass wir Dir und deiner Hündin damit etwas Zuversicht schenken konnten! Genau deswegen gibt es diesen Blog und es macht uns einfach unfassbar glücklich, wenn wir dann eine so tolle Rückmeldung bekommen!
      Es ist ja tatsächlich so, wie du es schon so schön beschrieben hast: Vorschläge und Lösungsansätze, wie man in dieser Zeit mit seinem Hund umgehen sollte, sind reichlich vorhanden und kommen aus allen möglich Richtungen. Leider behandeln die meisten davon lediglich die Symptome (Aggression, unbeherrschtes Verhalten, Aufmüpfigkeit), ohne auf die wahren Gründe dahinter (Stress, Unsicherheit, Überforderung) zu schauen. Der Hund soll einfach wieder spuren und sich nicht so doof anstellen! Die Wenigsten haben tatsächlich den Mut, auf ihr Bauchgefühl zu hören, wenn alle drumherum meinen, dass man sich gerade jetzt bloß nicht die Butter vom Brot nehmen lassen sollte. Deswegen freue ich mich so, dass du dich trotz aller Widrigkeiten für den Weg MIT deinem Hund entschieden hast und nicht GEGEN ihn! Ich verspreche dir: Es wird sich lohnen! Und nein, du bist nicht allein!
      Ganz liebe Grüße!

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